Montag, 9. April 2012

3 Unwissende vorm Gemüseregal

Nr. 1: ein Mann der voll den Plan hatte und gar nix wusste.
Nr. 2: die Gemüseverkäuferin, die was wusste, aber nicht alles.
Nr. 3: ich, die was ahnte.

Das Objekt der Begierde: die kleine, violette Artischocke. 
Keiner von uns Dreien hatte sie je zubereitet.

Ich hatte mal gelesen, dass man diese Kleinen komplett verwenden kann. Als ich sie in der Hand hatte, ahnte ich, dass das nicht sein kann. Total harte Spitzen, die, wie ich dachte, beim Kochen nie und nimmer weich werden und essbar sind.

Die Gemüseverkäuferin sagte: doch doch die kann man ganz verwenden und zuckelt die dann aus. 

Moment mal, das Zeug hier kann man bestimmt nicht mitessen, meinte ich. 

Jetzt kommt der ich hab den vollen Plan im Sack dran: Ich hab die schon so gegessen. 

Ich: komplett??? Auch mit dem harten Zeug hier?

Ja, ja, beide stimmten in ein Konzert der Überzeugung ein. 

Ich: O.k. ich vertrau euch dann mal und nehm die mit.

Vertrauen ist gut, eigenen Kopf einschalten ist besser!!

In der Küche schnitt ich erst mal die ganz harten Spitzen ab. In weiser Voraussicht. Schnitt sie klein, entdeckte ein weiches Innere ohne Heu. Knoblauch in die Pfanne, Artischocken rein und Gemüsebrühe mit Salz und Pfeffer drauf.
Diese ließ ich einkochen.
So kam es, wie ich es ahnte, das Herz der Artischocke konnte man im Ganzen essen, die äußeren Blätter nur zuckeln. 

Ich wusste es!!

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